AidA LANDESVERBAND HESSEN e.V.

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Jugendliche:

Untergewicht hat oft psychische Gründe
Hamburg (ddp). Jugendliche in der Pubertät sind manchmal klapperdürr. Vor allem Mädchen versuchen, dem Schlankheitsideal zu genügen. Ob die Grenzen zum Untergewicht dabei unterschritten werden, ist für Eltern meist schwer zu beurteilen. «Wenn der Verdacht besteht, dass Jugendliche untergewichtig sind, sollte das Gewicht von einem Arzt überprüft werden», rät der Hamburger Jugendmediziner Karl-Robert Schirmer vom «Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte». Hinweise auf ein zu geringes Körpergewicht könnten unter anderem sehr dünne Arme und Beine sein, häufige Müdigkeit oder Antriebslosigkeit. In vielen Fällen verbergen sich hinter dem Untergewicht nach Angaben des Jugendarztes psychische Probleme. «Bei den meisten ist ein gestörtes Selbstwertgefühl der Hintergrund», berichtet Schirmer. Wenn das Problem früh durch einen Arzt erkannt werde, könne unter Umständen eine chronische Untergewichtigkeit oder eine Magersucht verhindert werden. Zunächst müsse man aber ausschließen, dass körperliche Ursachen wie eine Schilddrüsenüberfunktion vorlägen. Wenn eine Essstörung für das Untergewicht verantwortlich ist, sollte laut Schirmer eine Psychotherapie erwogen werden. Denn hinter solchen Erkrankungen stecke meist nicht einfach das Streben nach einer besseren Figur, sondern tiefere seelische Not, betont der Kinderarzt.
 

 


Tankstellen:

Kein Alkohol mehr für Minderjährige
Berlin (ddp). Deutschlands Tankstellenpächter wollen schärfer das Jugendschutzgesetz durchsetzen. Spätestens ab Januar 2010 sollen Kinder und Jugendliche an den rund 15 000 Tankstellen keinen Alkohol mehr erhalten. Dann gebe es für das Personal Warnhinweise an den Kassen, wenn jugendgefährdende Produkte gekauft werden. Bei Kunden bis zu einem geschätzten Alter von 25 Jahren solle dann eine Ausweiskontrolle erfolgen, teilte die Tankstellenbranche am Donnerstag in Berlin mit. Zuvor hatten die fünf bundesweit organisierten Tankstellenverbände mit der Bundesdrogenbeauftragten Sabine Bätzing (SPD) einen entsprechenden «Aktionsplan Jugendschutz» unterzeichnet. Der Vorsitzende des Verbandes der Mineralölwirtschaft, Uwe Franke, sagte, beim Alkoholverkauf an Jugendliche handle es sich «nicht um ein Kavaliersdelikt, sondern um einen Gesetzesverstoß.» Für die Tankstellenbetreiber würden in den nächsten Wochen und Monaten freiwillige Schulungen angeboten, um selbstbewusst dem Alkoholwunsch von Kindern und Jugendlichen entgegentreten zu können. Bei Testkäufen in Niedersachsen im Einzelhandel gab es Bätzing zufolge in bis zu 70 Prozent der Fälle Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz. Angesichts des anhaltenden Trends zum exzessiven Trinken unter Jugendlichen zeige die Initiative, dass es nicht neuer Gesetze bedürfe, sagte Bätzing. Es müsse einfach nur das Jugendschutzgesetz eingehalten werden. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 23.000 Kinder nach Alkoholmissbrauch bewusstlos in Krankenhäuser eingeliefert, wie die Drogenbeauftragte sagte.


Pollen: Höhere Temperaturen setzen Allergikern zu


Mönchengladbach (ddp). Aufgrund der etwas frühlingshafteren Temperaturen der vergangenen Tage ist die allergene Belastung durch Baum- oder Gräserpollen deutlich angestiegen. Derzeit sei die Belastung durch Frühblüher wie Haselnuss oder Erle beispielsweise im Tiefland von NRW mäßig bis stark, sagte die Beraterin des Deutschen Allergie- und Asthmabunds, Anja Schwalfenberg, der Nachrichtenagentur ddp. In den Mittelgebirgen sei die Belastung dagegen noch recht schwach. Sollte sich allerdings am Wochenende wie erwartet noch wärmeres Wetter durchsetzen, könnte die allergene Belastung auch in den höheren Lagen zunehmen. Schwalfenberg zufolge beginnt die Pollensaison in diesem Jahr aufgrund des kalten Winters vergleichsweise spät. Dadurch könnten die Pollen nun verstärkt auftreten und für Probleme bei Allergikern sorgen. Laut der Beraterin wird spätestens ab April eine steigende Belastung durch Birkenpollen erwartet. Die Hauptsaison für Gräserpollen erstreckt sich von Mai bis August. Schätzungen zufolge gibt es bundesweit zwischen 16 und 20 Millionen Menschen, die an Pollenallergien leiden. Betroffene, die eine Allergie auf Pollen haben, die derzeit noch nicht fliegen, können nach Angaben von Schwalfenberg mit einer Kurzzeitimmuntherapie vorsorgen. Wer aktuell unter Birkenpollen leidet, muss dagegen zum Beispiel auf antiallergische Medikamente - sogenannte Antihistaminika - zurückgreifen. Die Allergiker sollten dazu jedoch einen Arzt konsultieren.

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